25.10.2022 Neumond im Skorpion - Totale Transformation

Wenn man so etwas wie einen Höhepunkt dieses Jahres benennen möchte, dann sicher diesen Mondzyklus, mit dem Vollmond am 08. November. Es ist auch eher ein Tiefpunkt, als ein Höhepunkt. Denn der Skorpion ist das Zeichen der totalen Wandlung. Dazu kommt eine Mondfinsternis, d.h. die Mondknotenachse ist beteiligt. Das könnten durchaus schicksalhafte Erfahrungen sein!

 

Der Skorpion ist ein fixes Wasserzeichen mit Pluto als Herrscherin, betrifft also unsere Gefühls- und Empfindungswelt. Pluto war ehemals weiblich (siehe Barbara Walker: „Das geheime Wissen der Frauen“) und hat einen Bezug zu Kali, die alles zerstörende indische Göttin. Auch im Mythos von Persephone oder Medusa sind diese Eigenschaften zu finden.  

Geburt und Tod sind die größten Wandlungsprozesse in jedem Leben. Zum Einen der Prozess der Inkarnation, zum Anderen die Exkarnation. Sie ist total und entzieht sich jeglicher Kontrolle. Der Sog ist immens und zieht uns in Prozesse, die wir weder steuern noch verhindern können. Die Wandlungsphasen sind notwendig, um Erneuerungsprozesse zu ermöglichen. Altes stirbt, um Neuem Platz zu machen. Sterbeprozesse sind in unserer Gesellschaft nicht willkommen. Wir haben Angst davor, wollen den Tod vermeiden und tun alles, um am Leben festzuhalten. Dabei fordert Kali Hingabe und Vertrauen. Für unsere verkopfte Wissensgesellschaft kaum auszuhalten. Dennoch gibt es keinen Weg daran vorbei. Es gilt diese Sterbeprozesse wieder zu kultivieren und als Teil des Lebens anzunehmen.

In diesem Mondzyklus sind wir also aufgefordert uns hinzugeben an das, was uns begegnet. Akzeptieren, ja sogar umarmen, was ist. Der Vollmond am 08. November ist gleichzeitig eine Mondfinsternis. Sonne, Venus und Merkur befinden sich am absteigenden Mondknoten. Alte, noch nicht gelebte oder gelöste Themen können jetzt transformiert werden. Das betrifft unser Bewusstsein, unsere Identität (Sonne), unsere Partnerschaften (Venus) und unsere Kommunikation (Merkur). Am aufsteigenden Mondknoten, unserer Seelenaufgabe, steht Uranus zusammen mit dem Mond. Es können jetzt also neue Empfindungswelten in uns aufsteigen, ja förmlich aufbrechen, da Uranus plötzlich und überraschend wirkt. Das betrifft unsere gesamte Ahnenlinie und löst somit Themen unserer ganzen Sippe. Wir befinden uns ja sowieso in der Ahnenzeit, seit etwa Mitte Oktober. Die Schleier zur Anderswelt sind in dieser Zeit besonders dünn und wir können Kontakt zu unseren Ahnen aufnehmen. Halloween oder Samhain vom 31.10. auf den 01.11. signalisiert den Höhepunkt dieser Zeit. Danach ziehen sich unsere Ahnen wieder zurück. 

 

Saturn, als Prüfungsinstanz, steht im Quadrat zu dieser Spannungskonstellation. Wir sollten also trotz dieser umwälzenden Zeit nicht den Kopf verlieren und genau hinschauen und fühlen was uns begegnet. Daher sind Rückzugszeiten nötig, in denen wir tief in uns hineinnatmen und spüren was in uns erlöst und gehen möchte. Das sollten wir mit Würde ehren und verabschieden. Kleine oder große Rituale unterstützen diesen Prozess. Feuer und Wasser sind hilfreiche Elemente für Wandlungen. Pluto ist jetzt auch wieder direktläufig. Es kommt also etwas zum Abschluss, das uns während der  letzten Monate beschäftigt hat. 

 

Jupiter steht in der kosmischen Spalte und hat eine Konjunktion zum Neptun. Es strömen immense Kräfte aus dem großen Meer des Unbewußten in unser Bewusstsein. Das hilft, um alles was sich wandeln möchte fliessen zu lassen, zurück ins Licht. Einsichten sind möglich, von denen wir nicht einmal ahnen konnten. Das kann uns inneren Frieden ermöglichen. 

 

Gerne berate ich, wo in deinem Horoskop diese Wandlungsprozesse angezeigt sind.